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Rückblick Pilgersaison 2018: „Wege nach innen“

Auf dem Jakobusweg mit Zwischenziel Scheidegg konnten wir bis Mitte Oktober schon mehr als 460 Pilger in unserem schönen und großzügigen Pilgerzentrum beherbergen.

Besonders der Herbst mit seinem spätsommerlichem Traum-Wanderwetter hat uns eine Steigerung der Übernachtungszahlen von mehr als 10 % gegenüber dem Vorjahr gebracht. So kamen allein im September fast doppelt so viele Pilger auf dem „Weg zu sich selbst“ bei uns an.

Erstaunlicherweise waren es rund 70 % Frauen, die sich auf den landschaftlich herrlichen und von Klöstern und Kapellen gesäumten Jakobuspfad von München oder Augsburg gewagt haben – viele davon das erste Mal und alleine!

Welch ein Mut, welch eine Leistung, welch ein Erlebnis mit sich, der Natur und den vielen positiven Erlebnissen und Begegnungen auf dem spirituellen 270 km langen Weg!

Alle waren stolz und froh, dass sie sowas gemacht und es trotz mancher Blasen und Wehwehchen geschafft haben. Natürlich wurde das gebührend gefeiert bei uns, oft die letzte Übernachtung, wenn das Ziel der Bodensee war. Ein leckeres Pilgermenü, ein kräftiger Schluck Wein, meist in fröhlicher Runde mit Gleichgesinnten waren die Basis für viele offene und gute Gespräche an unserem Herbergstisch.

Erwähnenswert ist auch, dass 20 Pilger auf dem langen Weg bis nach Santiago waren, rund 2700 km in ca. 4 Monaten quer durch Europa – Abenteuer und Völkerverständigung pur! Die Schweiz mit dem Kloster Einsiedeln oder Genf wurden ebenfalls als Pilgerziele genannt.

Auch viele kleine und größere Pilgergruppen von bis 20 Personen waren unsere Gäste: zum Teil geführtes Themenpilgern wie Trauerpilgern, Single-Pilgern und Männerpilgern, sowie zwei Schulklassen, die Pilgern als Projekt erlaufen und erarbeiten mussten. Letztere waren fix und fertig von der ungewohnten vielen Bewegung und sind früh und friedfertig schlafen gegangen.

Interessant ist auch unsere Statistik über die Altersgruppen. Den größten Anteil dabei haben Pilger/innen zwischen 40 und 60 Jahren, die sich eine Auszeit vom Alltags-Stress und dem drohenden BURN-OUT nehmen.

Sie lernen beim Pilgern loszulassen, sich frei zu machen von Dingen, die sie belasten, und offen zu werden für Neues. Achtsamkeit, Entschleunigung, Beschränkung auf das Notwendigste, Meditation und die Natur helfen ihnen dabei, Herz, Geist und Seele wieder in Bewegung und Einklang zu bringen mit dem Wesentlichen: mit sich und oft auch mit Gott.

Dazu ist Pilgern bestens geeignet, rezeptfrei und garantiert mit vielen positiven Nebenwirkungen!

Ihr Pilgervater Werner Schroth


Ein herzliches Dankeschön an unseren Pilgervater Werner Schroth!

Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn als Pilgervater bei uns in der Gemeinde und am Pilgerzentrum haben. Immer wieder ist zu spüren, dass ihm die Betreuung der Pilger eine Herzensangelegenheit ist. Das macht Scheidegg und unsere Kirchengemeinde mit dem Pilgerzentrum nicht nur in der Bayerischen Landeskirche bekannt, wie ich immer wieder z.B. auf Tourismustagungen feststellen darf.

In diesem Sinne wünschen wir Werner Schroth ein paar ruhigere Wintermonate und dann eine gute neue Saison 2019!

Pfarrer Uwe Six

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